Bilder von Rachel TonThat
«Die Alp an sich» ist eine zweisprachige Sammlung literarischer Übersetzungen von Schweizer Sagen aus dem Sarganserland von Rachel TonThat und Tobias Bärtsch.
Erstmalig übersetzt aus dem Schweizerdeutschen und Hochdeutschen ins Englische befasst sich das Buch mit dem Werdegang dieser Geschichten im Laufe der Zeit und stellt frühere Fassungen historischem Kontext, neuen Nacherzählungen sowie volkskundlerischen Auszügen des 19. bis 21. Jahrhunderts gegenüber, ergänzt durch einen Aufsatz der zeitgenössischen Volkskundlerin Dr. Meret Fehlmann von der Universität Zürich.
Gestaltet von Rachel TonThat und herausgegeben von Poets & Traitors Press, New York als Künstlerausgabe und Erstausgabe in einer limitiertedn Auflage von 300 signierten Exemplaren, einschliesslich einer beiliegenden, gefalteten Karte, gedruckt auf Gmund-Hanfpapier.
...jedes Universum, wie jede neu gestaltete Geschichte existiert als Teil eines grösseren Ganzen. Jede Version ist wie das Läuten einer Glocke. Jeder neue Ton hängt in der Luft, erklingt nur so lange, wie er in Erinnerung bleibt. Solange eine Geschichte weitererzählt und erinnert wird, bleibt sie lebendig.
— Rachel TonThat
Veröffentlichung: 31. Oktober 2025 (CH) / 20. Juni 2026 (US)
ISBN: 9798218768881
Preis: CHF 50 / $55
Auch erhältlich bei
Landesmuseum, Zürich
Centre Culturel Suisse, Paris
Kurdirektion, Bad Ischl
und in den folgenden Bibliotheken
Schweizerische Nationalbibliothek
Universitätsbibliothek Zürich
Kantonsbibliothek St. Gallen
„In diesem wunderschön gestalteten Band mit Nacherzählungen von Sagen aus dem Sarganserland sind die Übersetzungen selbst ein Akt der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, der diese Geschichten respektvoll wiederbelebt und hinterfragt und sie zugleich in unsere heutige Zeit überträgt. Eine stille Weisheit durchzieht diese Seiten, geprägt von der Verflechtung mehrsprachiger Texte und Bilder sowie von einer zurückhaltenden Interpretation. Unheilvoll, sanft, mal idyllisch, mal surreal, mal entwaffnend karg und gemein, mal fast mystisch und aufschlussreich – diese Geschichten erinnern uns an uralte Prüfungen der menschlichen Integrität und Nachsicht. Und über all dem thront der Berg – unpersönlich und doch wissend, unheilvoll und doch beruhigend.“
— Dao Strom, interdisziplinäre Autorin, Künstlerin und Musikerin, Autorin von Tender Revolutions/Yellow Songs
«Die vielen unterschiedlichen und unterschiedlich überlieferten Sagen und ihr Weiter-Erzählen zu je eigener Lebendigkeit, [gehen] wie die aussergewöhnliche Bild- und Textgrafik Hand in Hand.»
— X Schneeberger, Neon Pink & Blue (Schweizer Literaturpreis 2021)
«Wenn Sagen entstaubt werden – mit zärtlichem Blick und feinem Gespür für das tatsächliche Geschehen – entfalten sie eine überraschende Kraft: Zeitlose emotionale Authentizität.
In Die Alp an sich – Tales from the Sarganserland werden altbekannte Überlieferungen von Sagen durch radikale Perspektivwechsel neu erfahrbar – als einfühlsame Erzählungen, die unmittelbar berühren, verwandeln und den Mut zu Neuanfängen wecken.»
— Flurina Badel, mehrsprachige Autorin, Performerin und Aktivistin, Schweizer Literaturpreis 2020, Autorin von Nebelflüchtige
«TonThat und Bärtsch] erfüllen den Anspruch, Sprache durch Sprachen hindurch erfahrbar zu machen und die kreative Arbeit des Übersetzens sichtbar zu würdigen – und schaffen damit ein Werk von beinahe majestätischer Geschlossenheit... Unter [TonThats] Federführung entstand jene vielschichtige, gestalterisch durchkomponierte Form – von den Filmfotografien bis zum Gesamtdesign –, die das Buch weit über eine bloße Sammlung hinaushebt und es zu einem Werk macht, das die Überlieferungen nicht nur bewahrt, sondern zugleich reflektiert, befragt und neu belebt.»
— Janin Pisarek, Volkskundlerin, Erzählforscherin, Vizepräsidentin der Europäischen Märchengesellschaft
Rachel TonThat ist eine interdisziplinäre Künstlerin und Autorin, die sich mit narrativen Strukturen rund um die Themen mögliche Zukünfte, Erinnerung und Raum-Zeit beschäftigt. Sie ist Mitbegründerin des sozialen Kunst- und Verlagsprojekts Oreades Press und kuratiert den Projektraum Airtight Garage. Sie wurde für das erste Schreibmentorenprogramm She Who Has No Master(s) des Diasporic Vietnamese Artist Network ausgewählt und schloss ihren Master in Bildender Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Ihre Arbeit wurde unter anderem von der Stadt Zürich, dem Kanton St. Gallen, der New England Foundation for the Arts, dem Mass Cultural Council, dem Collective Futures Fund, dem Tin House Writing Workshop und der Fondation Jan Michalski gefördert. Ihre Essays und Kunstkritiken erschienen in Diacritics, The Amp und der Boston Art Review.
Tobias Bärtsch ist ein schweizerisch-polnischer Künstler und Autor, der in Zürich lebt. Er ist im Sarganserland geboren und aufgewachsen. Seine interdisziplinäre Praxis erstreckt sich über verschiedene Medien und geht oft vom Text aus. 2024 nahm er an der Gruppenausstellung «Uncanny Unchained» in der Kunsthalle St. Gallen teil. Er schrieb für verschiedene Publikationen, darunter das PW Magazine und transversal texts. Seine Arbeit wurde 2024 vom Kanton St. Gallen durch einen Werkbeitrag gefördert.